CD "Philipp Scharwenka" Werke für Violine und Klavier opp. 99, 110, 114

Natalia Prishepenko, Violine -

Oliver Triendl, Klavier

Philipp Scharwenka: Werke für Violine und Klavier - Prishepenko - Triendl


Die vierte CD in der neuen Kammermusik-Reihe bei TYXart:
Eine Herausforderung für Virtuosen — Violinwerke von Philipp Scharwenka


War es vor rund 100 Jahren durchaus üblich, in einem Kammermusikkonzert neben Beethoven und Brahms Komponisten wie Scharwenka zu finden, so verheißen die Plakate auch heute nicht selten Beethoven und Brahms. Von Scharwenka oder einem der vielen damaligen Zeitgenossen findet sich freilich keine Spur. Dies liegt nur zum Teil am berechtigten Vorwärtsdrängen neuer Komponistengenerationen, vielmehr aber an einer allgemeinen Repertoireverarmung der letzten Jahrzehnte. Um der damit einhergehenden Gefahr der Langeweile zu entgehen hat man seit einiger Zeit doch wieder allerorts begonnen, sich an die Ausgrabung vergessener Raritäten zu machen. So erstaunt es denn nicht, dass man sich aktuell auch wieder in höherem Maß für jenen oben neben Beethoven und Brahms genannten Scharwenka interessiert; für die Scharwenkas müsste man eigentlich präziser schreiben. Sie waren zwei dominierende Persönlichkeiten des deutschen und internationalen Musiklebens im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert: die Brüder Xaver und Philipp Scharwenka (1847–1917). Auch wenn der drei Jahre jüngere Xaver Scharwenka (1850–1924) später stets ein wenig mehr im Scheinwerferlicht stand, verlief die Laufbahn der in der damals preußischen, heute polnischen Ortschaft Samter Geborenen über weite Strecken parallel. Dies begann schon bei der Ausbildung, die sie zunächst bei der Mutter erhielten und autodidaktisch erweiterten, ehe sie ihre Musikstudien während der Gymnasialzeit im nahe gelegenen Posen und anschließend an der 1855 von Theodor Kullak gegründeten Neuen Akademie der Tonkunst in Berlin fortsetzten. Während Xaver in der Folge auch eine Karriere als virtuoser Pianist anstrebte, galt Philipps Neigung von Anfang an vor allem dem Komponieren. Schon 1868 wurde er selbst Dozent für Musiktheorie am Kullak’schen Institut. Als sein Bruder 1881 ein eigenes Konservatorium ins Leben rief, wurde Philipp dort Leiter des Bereichs Theorie und Komposition. War es gegen Ende des 19. Jahrhunderts noch alles andere als üblich, dass europäische Künstler auch in Übersee wirkten, so wagten die Brüder gemeinsam den Sprung über den Ozean: 1891 gingen sie nach New York, um dort ebenfalls Aufbauarbeit an einem Konservatorium zu leisten. Philipp kehrte jedoch schon im darauffolgenden Jahr wieder nach Berlin zurück und übernahm hier in Xavers Vertretung die Leitung des Scharwenka-Konservatoriums, das er zum Klindworth-Scharwenka-Konservatorium ausbaute und bis zu seinem Tod 1917 als Rektor leitete. Auch wenn sein kompositorisches Schaffen demgegenüber im Schatten stand, fanden sich doch immer wieder auch namhafte Interpreten dafür. Heute gilt der Schwerpunkt des Interesses Scharwenkas Kammermusik und Sonaten, denen man allgemein die größte Bedeutung innerhalb seines Schaffens attestiert. Die drei hier eingespielten Werke für Violine und Klavier geben hierfür prägnante Beispiele und bestechen allesamt durch den ernsten Charakter und die hohe Ausdrucksdichte.
(Christian Heindl)

Eine Co-Produktion der Joachim-Wollenweber-Edition und TYXart.


Kostenlose Hörbeispiele ... dieses neuen CD-Albums!

Preis der deutschen Schallplattenkritik
Diese Einspielung hat den "Preis der deutschen Schallplattenkritik" in der Kategorie "Kammermusik" erhalten! (Bestenliste 3/2016)
Aus dem Pressetext der Jury-Bekanntgabe: "... ein Newcomer ebenso das junge Regensburger Klassiklabel TYXart: Es überzeugte die Kammermusikjury mit wiederentdeckten Werken von Philipp Scharwenka ...
Zarte Melodieerfindung trifft auf rhythmisch dominierte Passagen, Kontraste und Wechsel zwischen elegischer Ruhe und verdichteter Spannung wirken klassisch ausbalanciert. Prishepenko spielt mit der ihr eigenen lyrischen Intensität und Oliver Triendl ist ihr ein sensibler Partner, die beiden harmonieren perfekt. So transportiert diese Einspielung vom ersten Ton an Schwarwenkas düster-nervöse Musik auf packende Weise. (Für die Jury: Elisabeth Richter)"

PdSK - Bestenliste 3/2016

International Classical Music Awards 2017
The Jury of the International Classical Music Awards (ICMA) has nominated the recording!
17 media - 14 countries: ICMA, THE ONLY INTERNATIONAL MUSIC AWARD IN THE WORLD

ICMA

»[...] die Geigerin Natalia Prischepenko und der Pianist Oliver Triendl [spielen] diese Musik einfach atemberaubend gut – mit einer unglaublichen Virtuosität, perfekter Bogentechnik, idealem Timing [...]«
SWR2 Treffpunkt Klassik – Neue CDs (Sendung vom 08.04.2016)

»Reines Dynamit
Das kleine Label TYXart aus der Oberpfalz ist immer wieder für eine Überraschung gut. So bringt es im Zuge der Joachim­Wollenweber­Edition vergessene kammermusikalische Schätze ans Licht. Die neueste CD aus dieser Reihe setzt in puncto Repertoirewert und Interpretation noch eins drauf. Natalia Prishepenko - 18 Jahre lang als Primaria maßgeblich am Erfolg des Artemis­Quartetts beteiligt - und der Pianist Oliver Triendl haben drei Werke eines Komponisten eingespielt, von dem man bestenfalls den Namen kennt: Philipp Scharwenka (1847 bis 1917), ein völlig zu Unrecht in der Versenkung verschwundener Spätromantiker, der einen reichen, melodisch und harmonisch bemerkenswerten Personalstil beherrschte.
Beim Anhören wird klar, weshalb Scharwenka seinerzeit neben Beethoven und Brahms auf den Konzertprogrammen stand. Und spätestens bei der Tarantella am Ende der Suite op. 99, auf deren geradezu hornissen­zornigen Beginn reines musikalisches Dynamit folgt, steht fest: Diese CD ist eine kleine Sensation.
«
Stuttgarter Zeitung, Kultur, Hans Jörg Wangner (19.04.2016)

»Emotional
[...] Es ist eine spätromantisch getränkte Musik, die Scharwenka uns hier offeriert, die Prischepenko und Triendl entsprechend satt und emotionsgeladen vermitteln, schwungvoll im passionierten Kopfsatz der h-Moll-Sonate, empfindsam in dem idyllischen Mittelsatz der e-Moll-Sonate, entschlossen-energisch in der die Suite einleitenden Toccata.
«
Magazin 'Concerti', Christoph Vratz (Mai 2016)

Magazin 'das Orchester": Rezension und Empfehlung
»Von den ersten Sekunden an macht diese Produktion deutlich, dass es sich bei den eingespielten Werken um einen schwergewichtigen Beitrag zum Kammermusikrepertoire an der Wende zum 20. Jahrhundert handelt. [...]
Dass das kammermusikalische Dialogisieren von Prishepenko und Triendl in all diesen Fällen große Klasse zeigt und auch der enormen spieltechnischen Anforderung der Musik vollauf gerecht wird, macht die CD zu einer wirklichen Perle.
«
dasOrchester.de (12/2016)

CD Review and Recommendation
MusicWeb International, UK, Bob Stevenson (Mai 2016)

»[...] von den Interpreten hörbar mit Herzblut, musikantischer Diktion, musikalischer Brillanz und großem Einfühlungsvermögen gespielt. Besser hätte eine Ehrenrettung Scharwenkas eigentlich nicht gelingen können.«
klassik-heute.de, Guido Krawinkel (online 31.05.2016)

»Die Violinsonaten von Philipp Scharwenka reißen in der hochexpressiven Deutung von Natalia Prischepenko und Oliver Triendl mit. [...] Aufnahmetechnisch ist die Produktion tadellos, das Booklet hervorragend (sehr gut illustriert und sogar mit kurzen Texten auf Französisch und Japanisch). Rundum also eine CD, die man mit Leichtigkeit empfehlen kann.«
klassik.com, Jürgen Schaarwächter (07.06.2016)

»Starkes Programm, starke Interpreten
Unter Strom gesetzt haben Natalia Prischepenko & Oliver Triendl drei Kompositionen von Philipp Scharwenka, dessen Diskographie damit um eine wichtige Veröffentlichung bereichert wird. [...]
Viel Energie bringen Prishepenko und Triendl in die Suite op. 99 ein, die sie mit viel Virtuosität und zupackendem Musizieren zu einem sehr attraktiven Werk machen, das mit einer brillanten Tarantella zu Ende geht.
Eine starke CD!
«
pizzicato.lu, LU - Remy Franck's Journal about Classical Music (online 04.08.2016)

CD-Besprechung und Empfehlung!
Zeitung 'Frankpost' (29.08.2016)

Kritik und Empfehlung!
OpusKlassiek, Niederlande, Aart van der Wal (02/2017)

»[...] Interpretationen, die einfach nur begeistern: Phrasierung, Anschlag, Dynamik, Bogentechnik, Virtuosität und Emotionalität - besser, intensiver, schöner geht es kaum. Ein weiteres Highlight der Kooperation von TYXart und der Edition Wollenweber hat hier das Licht der Welt erblickt.«
Musik & Theater - Das Schweizer Kultur Magazin mit internationaler Kompetenz (Juli-August 2016)

»Musik und Klang: 4 Sterne (= sehr gut)!«
fonoforum.de, Kritik von Carlos María Solare, Magazin FONO FORUM (Ausgabe August 2016)



CD-Programm / Trackliste:

Philipp Scharwenka (1847-1917)

Sonate h-Moll op. 110 für Violine und Klavier /
Sonata b minor op. 110 for violin and piano

Allegro
Largamente
Allegretto con moto

Suite op. 99 für Violine und Klavier /
Suite op. 99 for violin and piano

Toccata. Allegro moderato
Ballade. Andante con moto
Intermezzo. Allegro non tanto e con spirito
Recitativ und Tarantella. Largo – Molto allegro vivace

Sonate e-Moll op. 114 für Violine und Klavier /
Sonata e minor op. 114 for violin and piano

Allegro moderato
Andante tranquillo
Finale. Allegro animato


Album-Erstveröffentlichung!

» Ausführliche Informationen, Texte, Photos etc. im CD-Booklet
» Gesamtspielzeit: 65min 50sec | Booklet-Texte: DE, EN, FR, JP
» Format: 1 Audio-CD | Reihe "Classics" | © 2016 | VÖ: ab 04/2016
» Bestell-Nr.: TXA16075 | GTIN (EAN): 4250702800750
» CD direkt erhältlich bei TYXart oder im Handel

Zur ersten CD dieser neuen Kammermusikreihe: "Hermann Goetz"
Zur zweiten CD: "Robert Fuchs"
Zur dritten CD: "Kiel - Reinecke - Prinz Reuß"
Zur fünften CD: "Kammel – Gassmann – Koczwara – Zimmermann"

Weitere Informationen zum Verlagsprogramm der neuen
Joachim-Wollenweber-Edition: jarmandi.de

Management Natalia Prishepenko: cb-artists.de




Tags: Keywords Philipp Scharwenka Sonate Suite Violine Klavier
Prishepenko Triendl CD TYXart Labelcode LC28001 4250702800750 TXA16075



Copyright © TYXart©. Alle Rechte vorbehalten. TYXart.de